Die Antwort von Abbas‘ Freund

Im März 2017 war Abu Mazen (Mahmud Abbas) zu Besuch in Deutschland. Sigmar Gabriel twitterte ein Foto von ihm und Abbas mit dem Text:
„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Hier ein Screenshot:
gabriel abbas 2017

Freunde sucht man sich bekanntlich aus, daher war ich sehr irritiert, wen unser Außenminister sich da zum Freund ernannte. Herr Abbas ist ein bekannter Holocaustrelativierer und Terrorunterstützer. Von einer Zweistaatenlösung hält er gar nichts, das zeigte seine Partei kürzlich sehr anschaulich, ich berichtete darüber hier:
https://boasinfo.wordpress.com/2017/03/25/gabriels-freund-will-keine-zweistaatenloesung/

Kurzerhand schrieb ich eine Mail an Herrn Gabriel, mit der Bitte um Stellungnahme. Hier meine Mail und darunter die Antwort:

Nachricht: Hallo Herr Gabriel

Kürzlich nannten sie Abu Mazen (Abbas) ihren Freund. Würden Sie das auch über Höcke sagen?
Herr Abbas und Herr Höcke haben beide ein Problem mit der Verurteilung des Holocausts.
Abbas hat in seiner Doktorarbeit den Holocaust praktisch geleugnet.
Das ist wirklich ihr Freund? Abbas war für die Finanzierung des Terroranschlags auf die Israelischen Olympioniken in München verantwortlich, ist das also ihr Freund?
Ich kann es nicht glauben und hoffe darauf, dass sie sich davon distanzieren.
Ich weiß, Sie werden nicht antworten, weil Sie glauben, dass so die Sache stillschweigend begraben werden wird.
Ich garantiere Ihnen, das wird nicht der Fall sein.
Ich bin nicht Jüdisch, aber ich möchte auch keine Holocaust relativierer mehr hier haben. Weder von der AfD noch von der Fatah noch von der SPD!
Ich erinnere mich noch an ihre Apartheid Äußerungen, entweder Sie wissen nichts über die Apartheid oder sie sind nicht besser als Abbas und Herr Höcke.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas B.

 

Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr B.,

Vielen Dank für Ihre an Außenminister Gabriel gerichtete Mail, die dem zuständigen Nahostreferat mit der Bitte um Beantwortung zugeleitet wurde.

Präsident Abbas ist ein verlässlicher Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Er steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze. Das hat die Bundeskanzlerin beim gemeinsamen Pressetermin mit Präsident Abbas am 24. März 2017 auch betont.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Nahostreferat des Auswärtigen Amts

 

Bitte kontaktiert Herrn Gabriel und bringt Euren Unmut zum Ausdruck:
sigmar.gabriel@bundestag.de

ABBAS GABRIEL

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Ein Gedanke zu “Die Antwort von Abbas‘ Freund

  1. Ich habe Siggi auch geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Gabriel,

    ich beziehe mich auf Ihre Äußerung auf Twitter, in dem Sie Abbas als ihren Freund bezeichnen und
    auf die Antwort Ihre Amtes auf eine Zuschrift des Bloggers Boas. Ihr Amt schrieb:

    „Sehr geehrter Herr B.,
    Vielen Dank für Ihre an Außenminister Gabriel gerichtete Mail, die dem zuständigen Nahostreferat mit der Bitte um Beantwortung zugeleitet wurde.
    Präsident Abbas ist ein verlässlicher Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Er steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.
    Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze. Das hat die Bundeskanzlerin beim gemeinsamen Pressetermin mit Präsident Abbas am 24. März 2017 auch betont.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Nahostreferat des Auswärtigen Amts“

    Ich muss Ihnen leider sagen, dass Sie einem tragischen Irrtum unterliegen. Ich habe 10 Jahre in arabischen Ländern im mittleren Osten gelebt und erlebt, wie die „arabischen Brüder“ Menschen aus den Gebieten des ehemaligen britischen Mandatsgebietes „Palästina“ behandelt haben. Sie wurden weder respektiert noch integriert, es waren ihnen viele Rechte vorenthalten- und so wurde der Zündstoff gelegt für den fortdauernden Konflikt. Stellen Sie sich vor, die junge Bundesrepublik hätte ihren Flüchtlingen aus den durch den 2. Weltkrieg verlorenen Gebieten stetig, intensiv und auch mit Gewalt vermittelt, dass sie in der Bundesrepublik nicht willkommen seien, hier keine Arbeit bekämen, keinen Grund erwerben, keine politischen Aktivitäten ausüben könnten und auch sonst nicht die Rechte eines Bürgers der BRD hätten. Demgemäß haben sie sich verhalten, sie waren z.B. der Grund und die Ursache des libanesischen Bürgerkrieges, einem Land, indem die unterschiedlichen Konfessionen zwar mühsam, aber doch friedlich miteinander lebten- bis die „Palästinenser“ kamen.

    Ich frage mich zudem, wie ein halbwegs vernünftiger Mensch daran denken kann, dass Aggressoren das Recht haben, die Gebiete, die es in einem dem anderen Land durch einem dem anderen Land aufgezwungenen Krieg verloren hat, zurückfordern. Fordern wir das Sudetenland von Polen zurück oder Ostpreußen von Russland? Israel hat Konzessionen gemacht und Gaza zurückgegeben- und was ist daraus geworden? Was ist aus dem Westjordanland geworden? Sehen Sie irgendeine Leistung der Autonomiebehörde, außer ununterbrochen gegen Israel zu agitieren und die Hilfsgelder fremder Regierungen einzusammeln und sie im „palästinensischen“ Boden versickern zu lassen. Haben Sie gesehen, wie Politiker der Autonomiebehörde leben?

    Sie tun mir Leid in ihrer deutsch-bräsigen Gutgläubigkeit, Herr Gabriel, aber was mich wirklich wurmt ist, dass Sie damit Schaden verursachen. Israel ist seit Jahrzehnten die einzige Demokratie im nahen Osten, und wird es auf Jahrzehnte auch bleiben- und Sie bezeichnen Abbas als ihren Freund. Es ist ja leider Tradition in der SPD, sich derart zu verirren, siehe Schröder und der „lupenreine Demokrat“ Putin.

    Zum Abschluss darf ich Ihnen noch sagen, dass ich Ihrer Partei meine Wählerstimme für den Rest meines Lebens nicht mehr geben werde.

    Beste Grüße

    Ronald Graf

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