Peace aus Paris?

Paris hat den Ruf, die Stadt der Liebe und Romantik zu sein. Viele Liebende hat diese Stadt mit ihrem Zauber bereits angezogen.

In den Vergangenen Monaten kam Paris allerdings vor allem wegen Terroranschlägen in die Schlagzeilen. Terroristen sahen es immer wieder auch speziell auf jüdische Einrichtungen in Paris ab. Eine (unvollständige) Liste der Terroranschläge in Frankreich habe ich hier zusammengetragen: https://boasinfo.wordpress.com/2015/01/07/terrorwelle-in-frankreich-der-neue-nahe-osten/

Doch ab 2017 soll Paris nun der Welt vor allem auch als Stadt des Friedens bekannt werden. Für den 15.01.2017, hat der unbeliebte französische Präsident Hollande, zu einer „Friedenskonferenz“ für den Nahen Osten eingeladen. Über 70 Staatsvertreter und Organisationen werden teilnehmen. Ziel ist es über die Zweistaatenlösung  zu beraten und sie als unumgänglich für Frieden im Nahen Osten zu bewerben.

Schon im Vorfeld steht fest, aus Sicht der Teilnehmer der „Friedenskonferenz“ ist das Haupthindernis für den Frieden bei den jüdischen Familien zu suchen, die in Judäa und Samaria ihr Zuhause haben.

Hollande, Steinmeier, Herr Kerry und die anderen Teilnehmer interessiert es nicht, dass Juden zum Beispiel in bedeutender Zahl bis zu ihrer Vertreibung im Jahre 1929, in Hebron wohnten. Nachdem Israel sich gegen die arabischen Aggressoren 1967 verteidigte und im Zuge des Krieges Jordanien aus Judäa und Samaria vertrieb, kamen die vertriebenen Juden zu ihren Häusern von 1929 zurück. Seitdem gelten sie als Siedler. Das wäre so, als würden wir Juden, die 1938 in Deutschland vertrieben wurden und nach 1945 wieder zurück kamen, als Siedler bezeichnen. Das ist absurd, es ist rassistisch.

Als in Deutschland Kritik an der Asylpolitik laut wurde, weil viele ohne Pässe und illegal in Deutschland hereinkamen, wurde von überwiegend links gesonnenen ein Slogan propagiert: „Kein Mensch ist illegal“.

Dieselben Gruppierungen aber sind es, die im Falle der Juden „illegale Siedler“ schreien. Es ist eine historische Tatsache, dass bis 1948, Juden kontinuierlich in Judäa & Samaria und Jerusalem lebten. Natürlich haben sie dann auch das Recht Familien zu gründen und für ihre Kinder Häuser zu bauen.

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Das wirklich interessante an der Theorie des Friedens durch die Zweistaatenlösung ist die Frage, was sagen eigentlich die betroffenen Araber (Palästinenser) dazu?

Während Israel immer wieder bewiesen hat, dass für echten Frieden und Sicherheit es auch jüdische Wohngebiete räumt, wird gar nicht gefragt, ob Fatah und Hamas es ernst meinen, mit der Zweistaatenlösung. So geschehen im Sinai als Gegenleistung für einen Friedensvertrag und später die komplette Räumung jüdischen Lebens im Gazastreifen.

Die Hamas hat die Vernichtung aller Juden weltweit in ihrer Charta festgeschrieben. Sie waren es auch, die die letzten Wahlen in den arabischen Gebieten gewonnen hatten. Der Rückzug Israels aus Gaza wurde von der Hamas einfach nur als Zeichen der Schwäche gedeutet – nicht als Signal der Bereitschaft zu Kompromissen und Frieden.

Die Hamas, und damit die Mehrheit der „Palästinenser“, wenn man die letzten offiziellen Wahlergebnisse berücksichtigt, will also keine Zweistaatenlösung, sondern die Vernichtung aller Juden.

Was ist mit der Fatah, die von Abbas geführt wird, wie steht die als gemäßigt geltende Fatah, zu der Zweistaatenlösung?

Die Fatah spricht von einer Zweistaatenlösung nur auf englisch. Schulbücher kennen kein Israel, Fernsehen ist voll von Propaganda gegen Israel und der Verherrlichung von Terroristen.

Interessant ist es auch mal einen Blick auf die offizielle Facebookseite der Fatah zu werfen.
(Hier der Link: https://www.facebook.com/Official.Fateh.1965/photos/a.1591709777754363.1073741828.1591249977800343/1803696366555702/?type=3&theater)

Dort findet man anlässlich des 52. Jahrestages der Gründung der Fatah ganz eindeutige Botschaften – gepostet nicht von radikalen Islamisten, sondern von der Fatah selbst.

Im Folgenden hier zwei Screenshots, die auch gleichzeitig als Antwort auf die „Friedenskonferenz“ in Paris dienen können.

Der Screenshot zeigt die Landkarte Israels ohne die Golanhöhen, denn die möchte die Fatah Assad nicht streitig machen. Ganz oben in der Karte sieht man das Wappen der Fatah, darauf zu sehen die gleiche Landkarte, zwei gekreuzte Gewehre, davon ist eines eine Kalaschnikow. Auch auf der Karte gibt es kein Israel – alles gilt als „Palästina“.

Man sieht in der Mitte die Flagge „Palästinas“, darunter das von Arafat bekannte Tuch auf dem Kopf eines „Palästinensers“ der eine Waffe in seiner Hand hält.

Die Botschaft ist klar: Die Fatah kämpft für die Befreiung „Palästinas“ von den Juden. Juden und Israel haben keinen Raum – das ganze Land gilt als arabisch. Eine Zweistaatenlösung wird noch nicht einmal irgendwo angedeutet.

fatah-52-revolution-2

Was also nutzt eine Friedenskonferenz in Paris, wenn die „Palästinenser“ eine Zweistaatenlösung kategorisch ablehnen? Die Hamas macht da keinen Hehl draus, die Fatah auch nicht, wenn man mal von ihren englischen Interviews absieht, die nur für die westliche Propaganda gedacht sind.

Während die Konferenz in Paris ihren Lauf nimmt, postet die Fatah auf ihrer Facebookseite, dass die verfeindete Hamas im Gazastreifen einen Fatah-Aktivisten festgenommen hat. Siehe diesen Link:https://www.facebook.com/Official.Fateh.1965/photos/a.1591709777754363.1073741828.1591249977800343/1812403542351651/?type=3&theater

Mein Vorschlag an die Versammlung in Paris, versucht erstmal unter den „Palästinensern“ Frieden zu schaffen und dann könnten wir zum nächsten Punkt übergehen.

Paris, das steht jetzt schon fest, wird nicht in die Geschichte eingehen als Stadt des Friedens – sondern wir weiterhin die Stadt der Liebenden bleiben, doch dazu muss der Terror gestoppt werden, sonst werden die Verliebten auch nicht mehr kommen.

Zum Titelbild:
Ein Screenshot von der Seite der Fatah, ganz Israel ist in den Farben der „palästinensischen“ Flagge eingefärbt. Klare Botschaft: Es gibt für die Fatah kein Israel.

 

Bitte auch diesen Artikel dazu beachten:
https://boasinfo.wordpress.com/2016/12/30/obamas-verrat-an-israel-von-kairo-bis-zum-sicherheitsrat/

 

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