Das Märchen von den „Grenzen von 1967“

Weltweit fordern Politiker und politische Aktivisten Israel auf, zurück zu den „Grenzen von 1967“ zu gehen. Doch was hat es mit diesen Grenzen auf sich? Wie entstanden diese Grenzen und wann sind diese Grenzen überhaupt entstanden?

Nachdem im Jahr 1948 das jüdische Volk im damals noch englischen Mandatsgebiet Palästina, die Unabhängigkeit von der englischen Besatzung erklärte, dauerte es nur wenige Stunden bis die umliegenden arabischen Staaten die teilweise selbst noch sehr jung waren, Israel den Krieg erklärten.

Die Araber akzeptierten damals nicht den vom Teilungsplan der UNO für das englische Mandatsgebiet Palästina. Erst im Jahr 1949 wurde zwischen den fünf arabischen Angreiferstaaten und Israel ein Waffenstillstand vereinbart.

DieseWaffenstillstandslinie wurde später zu dem was wir heute als „Grenze von 1967“ kennen. Diese Waffenstillstandslinie wurde von Jordanien und insbesondere von Syrien immer wieder verletzt. So beschossen die Syrer in regelmäßigen Abständen israelische Dörfer von den Golanhöhen aus. Vor 1967 war es für israelische Kinder in der Nähe der Golanhöhen zur traurigen Realität geworden, dass sie in Schutzbunkern schliefen.

Die syrischen Streitkräfte nutzten ihren strategischen Vorteil aus, von den Golanhöhen aus auf die im Tal liegenden israelischen Dörfer zu schießen. Israel protestierte vor der UN, doch ohne einen Stopp der Angriffe auf sein souveränes Staatsgebiet zu  bewirken.

Im Jahr 1967 eskalierten die arabischen Nachbarn die Situation drastisch indem sie massiv ihre Truppen an den Grenzen zu Israel zusammen zogen. Ägyptens Präsident verkündete öffentlich einen totalen Krieg gegen Israel.

In dieser Situation hatte Israel keine andere Wahl und beendete die Gefahr mit einem Präventivschlag gegen die Verletzung der Waffenstillstandsabkommen durch die Arabischen Nachbarn. In diesem Krieg,  der sechs Tage dauerte, übernahm Israel die Kontrolle über die Golanhöhen und von Judäa und Samaria (West Bank).

In den Jahren danach kam irgendwann die Forderung auf, dass Israel sich zurückziehen solle in die Grenzen von 1967. Doch das wird nicht mehr passieren. Hier einige Punkte warum das eine unrealistische Forderung ist.

1. Wie schon erwähnt waren es keine Grenzen sondern Waffenstillstandslinien. Diese wurden von den Arabern selbst auch nie als Grenzen anerkannt, da man ganz Israel zum arabischen Staat machen wollte.

2. Israel wird die strategisch wichtigen Golanhöhen nicht mehr an Syrien zurückgeben, denn das würde die Gefahr von weiterem Beschuss auf israelische Zivilisten bedeuten.

3. Die Araber in Judäa und Samaria wollen keinen Staat Palästina, so wie viele glauben, in den „Grenzen von 1967“. Denn den hätten sie sich bis 1967 gründen können, ohne auch nur ein Wort mit Israel verhandeln zu müssen. Denn damals kontrollierte Israel diese Gebiete noch nicht. Stattdessen gründeten die Araber 1964 die PLO, die „Palästinenische Befreiungsorganisation“. Befreiung?  Damals war die „WestBank“ doch noch völlig „Judenrein“ weil die Araber sie 1948 alle Vertrieben hatten. Man muss wissen, dass die Araber halt alles „Judenrein“ haben wollen. Ganz Israel soll von der Landkarte verschwinden.

Plo emblem

Diesen Gefallen,  wird Israel denen sicher nicht tun.

Da die arabischen Staaten den UN Teilungsplan nicht akzeptierten, ist er auch nicht mehr gültig. Die Grenzen von 1967 waren nie Grenzen und so bleibt nur das Verhandeln mit Israel. Allerdings sehe ich nicht, dass die Araber ein echtes Interesse an einem Staat haben. Es geht vielmehr darum einen Staat, Israel, zu vernichten.

 

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3 Gedanken zu “Das Märchen von den „Grenzen von 1967“

  1. Der Artikel ist in Ordnung, aber die Rechtschreibung gibt hier Anlass zum Missverständnis:
    Die Araber wollen nicht „Juden rein“ haben, sondern „Juden raus“.
    Gemeint ist sicher das Adjektiv „judenrein“. Ein Adjektiv (für Drittklässler: ‚Wie-Wort‘) beinhaltet die Frage: Wie ist er/sie/es? – und wird immer klein geschrieben und zusammen.

    Dies ist nur ein Hinweis an den Autor. Falls die Kommentare hier erst nach Prüfung freigegeben werden, darf er gerne unveröffentlicht bleiben.

    Nix für ungut. 🙂

  2. Pingback: Newsletter 113 / 16 | germanmediawatchblog

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