Hätte Abbas mal in Geschichte aufgepasst

Mahmud Abbas ist derzeit Zielscheibe des Gespötts vieler Blogger und Journalisten. Ursache dafür ist sein Besuch bei dem saudischen König im Juni. Während dieses Besuches  übergab Abbas dem Diktator eine eingerahmte Ausgabe der „Palestine Post“ von 1935. Was hatte Abbas dabei übersehen?

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Die englischsprachige Palestine Post wurde 1932 gegründet als Sprachrohr der jüdischen Zionisten in Israel. Der Gründer der Palestine Post war ein Jude. Im Jahre 1950 wurde der Name „Palestine Post“ in  „Jerusalem Post“ umgeändert – zwei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung Israels. Ziel der Zeitung war es den englischsprachigen Raum mit Informationen aus Israel und zu jüdischen Themen zu erreichen.
Es war auch die „Palestine Post“ die 1948 Israels unabhängigkeit voller Euphorie verkündete.

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Es ist eine Sache, wenn Israelhasser so einen Fehler machen, aber wenn der Führer der palästinensischen Autonomiebehörde selbst diesen  Fehler macht und eine zionistische Zeitung dem König von Saudi Arabien schenkt,  dann ist das schon himmelschreiend lustig.

Zur Zeit der Palestine Post gab es noch keine sogenannten „Palästinenser“. Damals nannten sich die Araber noch wahrheitsgemäß Araber. Erst in den 60er Jahren begannen sie sich Palästinenser zu nennen, es war ein schlauer PR Trick – denn es wäre viel schwerer gewesen die Weltöffentlichkeit davon zu überzeugen, dass eine Handvoll Araber nun noch einen extra Staat bekommen sollte – neben den bereits esistierenden 21 arabischen Staaten.

Vielleicht wäre ja die Palestine Post eingerahmt ein Objekt für das immer noch leerstehende Museum der Palästinenser (siehe Link: http://www.nytimes.com/2016/05/17/world/middleeast/palestinian-museum-birzeit-west-bank.html?_r=0). Es wäre ratsam gewesen, wenn sich Abbas während seiner Studium Zeit nicht mit der Leugnung des Holocaust beschäftigt hätte sondern mit historischen Fakten. Nun muss er  mit dem Spott leben.

Hintergrundinformationen:
Im Jahre 135 unserer Zeitrechnung wurde die Provinz Judäa durch die Römer umgenannt in Palästina.  Damit wollte der römische Kaiser verhindern dass auch nur irgendetwas an eine jüdische Existenz in diesem Landstrich erinnern würde. Bis zum Ende des Englischen Mandats im Nahen Osten hieß die Region die aus dem heutigen Jordanien und dem heutigen Israel besteht Palästina. Nach der Unabhängigkeit und Teilung der beiden Länder verschwand dieser Name. Bis er nach dem 6-Tage Krieg 1967 von den israelischen Arabern wiederbelebt wurde. Nachdem die arabischen Diktatoren einsahen, dass man Israel nicht militärisch vernichten konnte, griff man in die PR-Kiste. Seitdem nennen sich die israelischen Araber gerne Palästinenser.

 

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